Bluttrinken scheint mächtig zu sein, kann unbedachte Spieler aber über die gesamte Kampagne hinweg teuer zu stehen kommen. Es lohnt sich, wenn ihr bereit seid, die mögliche Korruption und ihre Folgen für die Geschichte in Kauf zu nehmen.
Die bisher bekannten Informationen sind hier recht deutlich: Nachts kann Coen Tiere oder Menschen beißen, um sich zu heilen, und dabei zwischen Betäuben und Töten wählen. Zu viel Korruption kann menschliche Fähigkeiten sperren; wer die menschliche Seite bevorzugt, kann umgekehrt den Zugang zu Vampirfähigkeiten verlieren. Außerdem kann Coen als Vampir bei niedriger Gesundheit seinem Gesprächspartner automatisch das Blut aussaugen. Bluttrinken ist damit weit mehr als eine Heilaktion. Es kann den Verlauf eines ganzen Spieldurchgangs prägen.
| Fähigkeit im Überblick | Gesicherter Stand vor der Veröffentlichung |
|---|---|
| Aktivierungskosten | Beißtaste gedrückt halten |
| Abklingzeit | Vor der Veröffentlichung nicht offiziell angegeben |
| Voraussetzung | Am besten für Spieler, die nachts Heilung brauchen und mögliche Folgen für Moral und Fähigkeiten akzeptieren |
| Wann freischalten? | Früh, wenn ihr euch ganz auf Vampirismus einlasst; später, wenn ihr die Möglichkeiten der menschlichen Seite bewahren wollt |
Warum diese Entscheidung so viel ausmacht
Viele Fähigkeiten machen euch stärker. Beim Bluttrinken kommt die Frage hinzu, was aus Coen wird. Dieser Konflikt steht im Zentrum von Dawnwalker: Vampirkräfte haben soziale, spielerische und erzählerische Kosten.
Für die Buildplanung zählt das besonders, weil die drei Fertigkeitsbäume einen gemeinsamen Punktvorrat nutzen und Korruption Teile davon sperren kann. Wer sich häufig nährt, könnte nachts leichter überleben und vampirische Fähigkeiten besser nutzen. Dafür könnte der Zugang zu menschlichen Fähigkeiten leiden, auf denen Burning Blood und Exekution aufbauen. Wer auf Blut verzichtet, bewahrt möglicherweise mehr Möglichkeiten am Tag, macht sich manche Wege durch die Nacht aber deutlich schwerer. Der Leitfaden zu den Fertigkeitsbäumen erklärt das System; beim Bluttrinken wird daraus eine konkrete Entscheidung.
Auch das Infamiesystem dürfte dabei eine Rolle spielen. Offenes Bluttrinken, rücksichtslose Gewalt und sichtbare Jagd können Folgen haben. Wenn Dawnwalker diese Zusammenhänge konsequent umsetzt, werden die wirkungsvollsten Jagdrouten womöglich auch die meiste Aufmerksamkeit auf sich ziehen.
Wann Bluttrinken sinnvoll ist
Bluttrinken lohnt sich, wenn es ein bereits eingegangenes Risiko in dringend benötigte Stabilität verwandelt. Seid ihr nachts in feindlichem Gebiet unterwegs, braucht ihr auf der nächsten Strecke vampirische Beweglichkeit oder setzt euer Build ohnehin auf Vampirismus, gehört es zum Kern eurer Strategie.
Das gilt besonders für schleichende Builds mit Wolfsgestalt und bewegliche Builds mit Shadowstep. Beide Ansätze bringen euch häufig zu isolierten Zielen. Dadurch lässt sich Bluttrinken gezielt in eure Route einbauen. Entscheidend ist, dass ihr die Kontrolle behaltet: Es sollte eine bewusste Entscheidung sein und nicht aus Panik geschehen.
Wann Bluttrinken zum Problem wird
Die größte Gefahr ist kurzfristiges Denken. Heilung jetzt kann später Korruption bedeuten. Eine reibungslose Nacht kann den nächsten Tag erschweren, wenn sich eure Fähigkeiten, die Reaktionen anderer Figuren oder Coens innere Verfassung verändern. Laut den bisherigen Informationen kann Coen nachts bei niedriger Gesundheit sogar automatisch einem Gesprächspartner das Blut aussaugen. Der Hunger liegt also nicht immer vollständig in eurer Hand.
Für einen ausgewogenen ersten Durchgang lohnt sich Zurückhaltung. Trinkt Blut, wenn es euer Überleben auf der Route oder die gewählte Spielweise spürbar unterstützt. Gewöhnt euch nicht daran, bevor ihr die Kosten kennt. Die ersten 30 Tage: Überlebensleitfaden für neue Dawnwalker hilft bei solchen Entscheidungen, denn Probleme in der Kampagne beginnen oft mit einer kleinen Bequemlichkeit.