Bakir der Kriegstreiber: vom Steppenplünderer zum Vampirleutnant

Bakir ist Brencis' Vollstrecker aus der Steppe. Als Kriegstreiber hält er den Südwesten von Val Sangora mit demonstrativer Grausamkeit gefügig.

Bakir ist der Vampir, dem Gewalt Freude zu machen scheint. Das lässt ihn im engsten Kreis von Brencis leicht unterschätzen. In Gebieten, die das Regime durch Angst beherrschen will, gehört er jedoch zu den gefährlichsten Gegnern.

Die offizielle Beschreibung zeichnet ein klares Bild: Bakir verbrachte Jahrzehnte damit, durch die Steppe zu reiten, zu brennen, niederzutrampeln und zu plündern. Das ist keine schmückende Randnotiz. Es zeigt, welchen Leutnant Brencis an seiner Seite hält.

RolleZugehörigkeitAuftrittFormabhängige Questbedingungen
VampirherrVrakhiriEinführung in Akt 1 oder Anfang von Akt 2; genauer Handlungsverlauf noch unbekanntWege im Südwesten, gefährliche Hinterhalte, Druck durch nächtliche Bosskämpfe, offene Gewalt mit Folgen für die Verrufenheit

Bakir ist Brencis’ Werkzeug der Gewalt

Manche Vampirhöfe erhalten ihre Macht durch Raffinesse. Dieser Hof beschäftigt außerdem einen Kriegstreiber aus den Steppen Zentralasiens. Das allein sagt schon viel über ihn. Bakir soll dem Hof keine Legitimität verleihen. Er setzt durch, was mit höfischen Mitteln nicht zu erreichen ist.

Laut der offiziellen Charakterseite herrscht er über den Südwesten von Val Sangora. Dieser Ort zählt, denn die Quelle beschreibt den Süden bereits als rauer. Eine harte Region unter dem brutalsten Leutnant des Hofes verbindet Karte und Figur auf überzeugende Weise. Dadurch gewinnen auch der Shrike-Pass und die Carpathian-Wildnis an Bedeutung.

Durch Bakir kann Brencis im Vergleich besonnen und staatsmännisch auftreten. Bakir übernimmt die unverhüllte Gewalt, die hinter dieser Fassade steht.

Kriegstreiber und Krieger

Die Bezeichnungen meinen Verschiedenes. Ein Krieger kann ehrenhaft, pflichtbewusst oder tragisch sein. Ein Kriegstreiber zieht den Konflikt dem Frieden vor. Sowohl die Quelle als auch die offizielle Charakterseite weisen in diese Richtung. Bakir ist kein Soldat, der zufällig zum Vampir wurde. Schon vor seiner übernatürlichen Macht bestimmten Eroberung, Plünderung und Schrecken sein Leben. Als Vampir kann ihn noch weniger bremsen.

Damit bildet er einen thematischen Gegenpol zu Coen. Coens Nachtgestalt ist gefährlich, weil Hunger und Bewegungsfreiheit seine Selbstbeherrschung bedrohen. Bakir wirkt, als hätte er jede Selbstbeherrschung längst aufgegeben. Coen zeigt, was eine unvollständige Verwandlung mit einem Menschen unter Druck macht. Bakir zeigt, was volle Vampirmacht aus jemandem macht, den Verwüstung schon zuvor anzog.

Warum er auch jenseits des Kampfes zählt

Bakirs Bossseite ist wichtig, doch die Figur bietet mehr als einen Kampf gegen einen Schläger. Sie zeigt eine Seite der Herrschaft im Tal. Xanthe steht für das Okkulte im Südosten, Ambrus für jungen Ehrgeiz und Blutversorgung. Bakir steht für unmittelbaren Terror. Diese Aufteilung gibt dem Hof Kontur.

Bakir ist zudem der Vrakhiri, der Landschaft am ehesten zum Mittel der Einschüchterung macht. Ein gefährlicher Pass, eine raue Straße im Süden oder eine ungeschützte Siedlung an der Grenze wirken anders, wenn einer von Brencis’ wichtigsten Leutnanten Strafen öffentlich und einprägsam vollstreckt. Deshalb passt Bakir zum Leitfaden zur Verrufenheit: Er dürfte öffentlichen Widerstand mit einem grausamen Schauspiel beantworten.

Was die Veröffentlichung noch zeigen muss

Erst seine Stimme, die Gestaltung der Begegnungen und der Handlungszusammenhang werden zeigen, ob Bakir über einen wirksamen Archetyp hinauswächst. Die bisherigen Informationen machen seine Funktion schon deutlich. Seine Anwesenheit erinnert daran, dass staatliche Gewalt auch dann Gewalt bleibt, wenn ein adliger Hof sie ausübt.

Verwandte Seiten